Startseite
    daily shice
    ja geh scheißen
    voll auf ana
    Meine ES
  Über...
  Archiv
  My Story
  My Story 2
  Belohnung? Ziele!
  schleimen und blöd reden
  kiloweise
  likes and dislikes
  Fortsetzung 3
  wenn aus Zuneigung Hass wird 1
  wenn aus Zuneigung Hass wird 2
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren

   
   charlotte
   ministernchen
   jell-y-fish
   lillifee
   Psycho
   coco
   ana-links


http://myblog.de/boeser-zwerg

Gratis bloggen bei
myblog.de





Ich verbrachte die nächsten 3 Wochen damit, an der Sonde zuzunehmen, damit ich dieses Scheißding endlich los werd. War eh kein Problem, wenn ich täglich 2000 kcal reingepumpt krieg und strengstens das Bett hüten mußte. Und aufs Klo durft ich auch nicht, nein, ich mußte in eine eiskalte metallene Schüssel machen. Die Zeit an der Sonde war die allergröße Demütigung meines Lebens. Lieber werd ich gemobbt und verachtet. Das steck ich leicht weg, weil ich doch Ana zum Anhalten hab. Sogar die wolltens mir wegnehmen. Kurzzeitig ergab ich mich meinem Schicksal, mit den Gedanken, dass ich daheim (ja, nach 8 Monaten ), wieder fest an mir arbeite und nieeeee wieder ins KH geh. Einer Gehirnwäsche wollten die mich auch unterziehen: die Ärzte sagten mir/meinen Eltern, wenn ich noch 1-2 Tage länger daheim gewesen wär, wär ich draufgangen. *lol* Aber sicher, deine Witzekiste kannst wegpacken du Schneebrunzer in Weiß! Ich und sterben! ja, wenn ich 80-90-100 bin. Ich bin doch erst 16 und mit dem Alter kratzt man nicht einfach so ab, nur weil man den Körper entfettet und stählt. Dann hat mir der Arzt meine Untersuchungsbefunde vorgelegt. Na ist ja hübsch: 29kg, Blutdruck 50/70 (oder umgekehrt?), ausgeprägte Lanugohaare, dunkelblaue Finger und Zehen und deutlich unterkühlt (31°.Ja okeee, aber ich zieh mein Programm trotzdem durch. Spätestens wieder daheim.

Ich riß mich in der folgenden Zeit zusammen und stopfte mir die unmöglichsten Fressalien rein, damit ich diese fuck Zeit verkürzen konnte. Entlassungsgewicht lag bei 42kg. Gewogen wurde ich 2x die Woche. An der Sonde jeden Tag. Nun, die hatte ich nach den 3 Wochen ja nicht mehr. Ich redete mir ein, jeder Bissen mehr bringt mich schneller wieder nach Hause.8 Monate dauerte meine Mastkur. Danach hätt ich schon wieder nicht entlassen werden sollen, weil ich 10 deka (also 100 verfickte Gramm - ist das viel????) unter 42 war! Die machten ein Tamtam um lausige 10 deka! Ich heulte meine Eltern voll, mich bitte bitte bitte aus diesem Irrenhaus rauszuholen. Was sie auch gerne taten, sie sahenja, wie ich pychisch fertig war wegen dem. Ich wurde doch entlassen. Auf Revers. Aber hauptsache raus!!!

Ich mußte mich erst wieder an Daheim gewöhnen und an den Alltag. Da ich ein Schuljahr pausiert hatte, wußte ich nicht wirklich, was ich machen sollte. Ich probierte es mal mit der Chemiefachschule. Interessiert hats mich, aber gepackt hab ichs absolut gar nicht. Das einzig Gute an diesem SJ war, ich bin wieder auf 33kg runter. Wenigstens ein Lichtblick.

Nach dem echt katastrophalen sj bin ich dann auf die Hasch gegangen, um dort wenigstens etwas auf die Reihe zu bringen. Mann, wurde ich bewundert. Nicht wg meiner vorzüglichen Leistungen, nein, weil ich so dünn war. Das erste mal im Leben fand ich mich nicht fett. Ich realisierte auch, dass mir Größe 32/34 noch viel zu groß war. *freu*

Leider fand ich im Sommer einen Job in einer Bäckerei. Ich wollte mir Geld fürn Führerschein verdienen. Ich wollte absolut nicht, dass mir meine Eltern den finanzieren, denn ich hab sie schon oft genug enttäuscht. Ich wollte mich einfach nur beweisen. Doch der Horror fing erst richtig an. Da ich ja von Natur aus sehr sparsam bin, hab ich auch keine Probleme, mich durchzuschnorren. Und das mit Leidenschaft. Also kam es, wie es kommen mußte: ich durfte von den übergebliebenen Sachen etwas haben. Ich deckte mich täglich das ganze Monat über ein. Und als ich den Job beendete, zeigte die verfluchte Waage, die ja immer mein roter Faden meines (MS-Lebens ) war, 6 kg mehr. Ich wurde wahnsinnig. So sehr ich auch versuchte, den Mist wieder loszuwerden, ich wurde wieder fett.

Na toll, nach dem Sommer erkannten mich die Leute in der Schule kaum wieder. Und am schlimmsten war das Gerede. Und zu allem Übel bestand die ganze Klasse aus Mädchen und die meisten davon waren auch noch hübsch und dünn. Einige jobbten nebenbei auch als Model, das machte mich nur noch mehr fertig. 

Mein Glück  war, in der Klasse war eine, die Sandy, die war nach wie vor sehr gut mit mir. Ich hab schon in der 1. Hasch von ihrer Mia gewußt, sie hats mir erzählt, weil sie mir als einzige vertraut hat, weil ich ja wie sie eine ES hatte. 

Eines Abends gingen wir wieder mal in die Disco Ich glaub, das war der ausschlaggebende Moment. Wir machten uns bei ihr noch fertig. Sie hatte die ur coolen Sachen an und die voll hippe Frisur. Klar, hat sie mich auch fein rausgeputzt, aber auch wenn ich noch den geilsten Fetzen von ihr anhatte, meine 1000 Tonnen waren unübersehbar. Vor allem in unserer Disco. Ich hab mich noch nie so geniert und bin mir so wertlos, häßlich und fett vorgekommen. Da hatte ich schon 58kg. Da dachte ich mir, was Sandy macht, kann ich schon lange.

Und ich probierte es am Klo so lange, bis ich wirklich zum kotzen anfing. Ich hatte es geschafft. Wenn man das 1.x diesbezüglich hinter sich hat, geht der Rest wie von selber. Zu der Zeit war ich auch in der Tanzschule und stand auch dort unter Druck, weil ich dort die Fetteste war. Auch wenn ich tanzmäßig nicht grad schlecht unterwegs war, kam ich mir immer vor wie ein Elefant im Tütü.Ich hatte zwar einen mehr oder weniger fixen Tanzpartner, aber der hat sich dann in der Formation angemeldet und sich extra dafür eine Neue als Partnerin gesucht. Na eh klar, er hat sich mit mir geniert und seine Neue war nicht nur bildhübsch und vor allem groß und dünn, sie konnte viel viel besser tanzen als ich! Aus Verzweiflung fraß ich mich voll. Essen hat mich getröstet, obwohl ich es haßte wie die Pest. Mittlerweile war ich schon auf 63 oben. Der helle Wahnsinn! Eigentlich hatte ich mich mit meiner Häßlichkeit bereits abgefunden. Das konnte kein blöder Zufall sein. Aber es wurde doch noch zu meinen Gunsten gedreht.




Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung